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Die besten NYT Bücher aus dem Jahr 2016

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Jan,2017

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Im folgenden Artikel finden Sie eine kleine Zusammenfassung der besten und erfolgreichsten Bücher aus dem Jahr 2016, die von einem ausgewählten Team der New York Times herausgesucht und bewertet wurden:

1) The Association of Small Bombs (Karan Mahajan)

Mahajans Roman war ein Finalist des National Book Awards und dies verrät schon einiges über die Qualität des Buches. Das Buch beginnt mit einer Terroristenattacke in Delhi, Indien und verfolgt danach des Leben derjenigen, die von diesem Attentat betroffen wurden. Zu den betroffenen Personen gehören beispielsweise Vikas, ein Mann, dessen Söhne an diesem Tag ums Leben kamen und Mansoor, ein verletzter Freund einer seiner Söhne. Der Roman beschreibt auf einzigartige Art und Weise, dass sich nichts und niemand wirklich von einem solchen Geschehen erholen kann.

2) The North Water (Ian McGuire)

Das Buch erzählt die Geschichte eines erfolgreichen, irischen Chirurgen des 19. Jahrhunderts, der voll und ganz dem Konsum von Opium verfallen ist und auf einer Schifffahrt in die Antarktis einen gefährlichen und gewalttätigen Psychopaten antrifft. In diesem Roman wird die Gewalt detailliert dargestellt und lässt einem das Blut in den Adern gefrieren – ein Buch, das nichts für schwache Gemüter ist und durch seinen eindrucksvollen Schreibstil besticht.

3) The Underground Railroad (Colson Whitehead)

Whitehead, Gewinner des National Book Awards, beschreibt in diesem Roman die Flucht eines Sklaven aus seiner Gefangenschaft: Um so unentdeckt wie möglich zu bleiben, findet diese mit Hilfe unterirdischen Zügen statt. Das Buch setzt sich mit der wohl dunkelsten Geschichte Amerikas auseinander und durch die wechselnden Perspektiven im Buch bekommt der Leser einen hervorragenden Einblick in die Kultur und Denkweise der damaligen Zeit.

4) The Vegetarian (Han Kang)

Der Koreanische Schriftsteller Kang untersucht auf subtile Art in diesem Buch, ob wahre Unschuld in einer Welt voller Blut und Gewalt tatsächlich noch existieren kann. Eine unscheinbare Hausfrau beschlieβt nach einem schrecklichen Albtraum Vegetarierin zu werden. Das darauffolgende Verhalten, die Unterwerfung des Selbsts und weitere surreale Themen werden in diesem Roman beschrieben und auf spannende Weise analysiert.

5) War and Turpentine (Stefan Hertmans)

Ein belgischer Künstler findet alte Erinnerungsstücke und Schriften seines verstorbenen Groβvaters, der im Ersten Weltkrieg als Soldat kämpfte. Auf subtile und kaum wahrnehmbare Art verweben sich hier die Erinnerungen des ehemaligen Soldaten mit den Eindrücken und Wahrnehmungen des Künstlers selbst von historischen Gedenkstätten. Hertmans hat mit War and Turpentine ein wahrhaft groβartiges Buch zu den Themen Erinnerung, Liebe, Kunst und Krieg geschaffen.

6) At the Existentialist Café: Freedom, Being, and Apricot Cocktails (Sarah Bakewell)

Hier werden die groβen existentialistischen Geister auf spannende und unterhaltsame Weise dargestellt: Zu ihnen gehören unter anderem Heidegger, Sartre, de Beauvoir, Camus und Jaspers. Die Geschichte teilt sich in zwei Hälften auf und verfolgt das Leben der Philosophen die jeweils richtig dargestellt wurden und diejenigen, die falsch verstanden und missinterpretiert wurden. Es gibt hier einige biographische Goldstücke zu finden, die einen oftmals schmunzeln und oftmals nachdenken lassen: So erfahren wir im Buch beispielsweise, dass Sartre nach monatelangem Drogenkonsum Angst hatte, von hummerartigen Gestalten verfolgt zu werden.